„Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.“ (Mt 19,29) Wie hätte ich bei diesen trostvollen Worten noch zögern können? Donnerstag, 25. September 2014
Bruder Klaus, unser Landespatron...
„Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.“ (Mt 19,29) Wie hätte ich bei diesen trostvollen Worten noch zögern können? Samstag, 30. August 2014
Gott und den Menschen nahe...
Das gilt zwar nicht exklusiv für den Priesterberuf, jedoch in ganz besonderer Weise. Den Menschen nahe sein können alle, die das wollen. Auch viele soziale Berufe sind dazu prädestiniert. So ich denke da besonders auch an die Pflegeberufe und alle, die in irgendeiner Art und Weise im Dienst der Mitmenschen stehen.
Auch Gott nahe sein können nicht nur wir Priester. Denn viele Heilige waren ganz "gewöhnliche" Gläubige. Die Kirche könnte wohl ohne die Hilfe vieler Helfer nicht bestehen. Ich würde auch niemals behaupten, dass ich Gott näher bin, als jemand anders. Aber es ist dennoch eine so ganz besondere Erfahrung, wenn ich Jesus Christus in den Händen halten kann, ja wenn er durch die Feier der Eucharistie mitten unter uns gegenwärtig wird!
Bei meiner Arbeit werde ich mir jeden Tag bewusst, dass ich nicht Priester für mich selber bin. Ich bin es nicht, um ein Selbstdarsteller zu sein; ich bin es nicht um meine eigenen Bedürfnisse zu decken, sondern ich bin es im Auftrag Christi und der Kirche für die Menschen. Deshalb fühle ich mich auch irgendwie wie ein Bindeglied zwischen Gott und den Menschen. Nicht, dass Gott nicht direkt zu den Menschen sprechen könnte. Aber er tut es in besonderer Weise durch uns Priester, denn in uns möchte er den Menschen nahe sein, irgendwie "greifbar" sein.
Ich hoffe jeden Tag, dass ich immer mehr in diesen Auftrag hineinwachsen kann, damit ich wirklich zum Bindeglied zwischen Gott und den Menschen werden kann und nicht ein Hindernis in deren Beziehung darstelle. In diesem Sinne möchte ich mit dem Heiligen Franz von Assisi beten:
O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens, dass ich Liebe übe, wo man hasst; dass ich verzeihe, wo man beleidigt; dass ich verbinde, wo Streit ist; dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht; dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt; dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; dass ich Licht entzünde, wo die Finsternis regiert; dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten: nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe; nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer da hingibt, der empfängt; wer sich selbst vergisst, der findet; wer verzeiht, dem wird verziehen, und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.
Donnerstag, 31. Juli 2014
Bruder Klaus als guter Ratgeber...
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| Obere und untere Ranftkapelle. |
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| In der oberen Ranftkapelle, in der ich mein Leben Revue passieren lassen konnte. |
Montag, 30. Juni 2014
Der Mensch denkt...
Samstag, 31. Mai 2014
Wind kannst Du nicht sehen...
ihn spürt nur das Ohr
flüstern oder brausen wie ein mächt’ger Chor.
2. Geist kannst du nicht sehen;
doch hör, wie er spricht,
tief im Herzen Worte voller Trost und Licht.
3. Wind kannst du nicht sehen;
aber, was er tut:
Felder wogen, Wellen wandern in der Flut.“
Mittwoch, 30. April 2014
Ein besonders gnadenreicher Tag...
Montag, 31. März 2014
Selig die Demütigen...
Ich muss immer schmunzeln, wenn ich die Lesung von der Salbung Davids höre. Sie ist so erfrischend, auf eine feine Art so herrlich gesellschaftskritisch. Da stellen sich die Söhne des Betlehemiter Isai alle auf und warten darauf, dass Samuel einen von ihnen zum König salbt. Auch der Vater selbst wartet stolz darauf, wer von seinen Söhnen nun König werde. Und zu jedem von diesen stolzen Männern sagt Samuel, dass Gott nicht ihn erwählt hat. Er gibt ihnen sogar die Erklärung, weshalb Gott nicht sie erwählt hat, denn er sagt ihnen: „Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz.“
Beim Lesen dieses Textes ist mir spontan die letzte Papstwahl in den Sinn gekommen. Es gibt ein altes Sprichwort, das besagt: „Wer als Papst ins Konklave geht, kommt als Kardinal wieder heraus.“ Wie viele Kardinäle hätten sich vor rund einem Jahr wohl gerne als zukünftigen Papst gesehen – und gingen dann leer aus. Denn gewählt wurde schliesslich ein Mann, der bereits als Kardinal sehr einfach lebte und diesen einfachen Lebensstil nun als Papst fortsetzt.
Wie bei der Erwählung von David als König so vertrauen wir auch bei der Papstwahl darauf, dass im Hintergrund Gott selbst den Kardinälen durch das Wirken des Heiligen Geistes eingibt, wen sie als Papst wählen sollen.
Wir brauchen aber nicht bis nach Rom zu gehen, um ähnliche Beispiele wie in unserer Lesung zu finden. Denn es könnte gut sein, dass es uns hier in nicht allzu ferner Zukunft ähnlich ergehen wird. Die Medien präsentieren uns immer wieder ihre Spekulationen für die Bischofsernennung. Es würde mich aber nicht erstaunen, wenn schlussendlich ein ganz anderer Kandidat zum Bischof geweiht wird. Denn Gott lässt sich nicht von uns Menschen vorschreiben, wen er erwählen soll. Und wie wir in der Lesung gehört haben, so sieht Gott nicht auf das Äussere, sondern auf das Herz der Menschen.
Während dem Studium hatte ich manchmal auch mit vielerlei Schwierigkeiten zu kämpfen. Ich habe mich oft gefragt, weshalb Gott genau mich ausgewählt hatte, um ihm und den Mitmenschen als Priester zu dienen. Da hätte es doch viele andere Menschen gegeben, die viel besser geeignet gewesen wären als ich, die viel intelligenter, viel frommer, viel belastungsfähiger als ich sind. Und dennoch spürte ich ganz deutlich, dass Gott mich auf diesen Weg ins Priesterseminar geführt hat und auf diesem Weg auch weiterhin begleitet hat.
Damals hat sich Jesus die Jünger aus nicht aus dem Kreis der Bestgelehrtesten ausgewählt, sondern hat einfache Fischer in seine Nachfolge berufen. Es waren Menschen, wie die anderen auch. Die Bibel berichtet manchmal sogar, wie „menschlich“ sie sich benehmen, wenn sie darüber diskutieren, wer von ihnen nun der Grösste sei oder wie Petrus seinen Meister dreimal verleugnet. Trotzdem hält Jesus an ihnen fest und beruft Petrus sogar zum ersten Hirten seiner Kirche.
So wie die Jünger damals nicht perfekt waren, so sind es auch wir Priester heute nicht. Und dennoch hat Gott uns eine Aufgabe in seiner Kirche zugeteilt. Er ist sich bewusst, dass wir nicht perfekt sind. Trotzdem haben wir den Auftrag erhalten, Gott und den Menschen zu dienen. Vielleicht ist es ja sogar ein Geschenk, dass wir nicht perfekt sind. Denn so werden wir uns vielleicht auch eher bewusst, dass wir nicht die Herren, sondern die Diener der Menschen sind.
„Servus servorum Dei“ - „Diener der Diener Gottes“, das ist einer der Titel des Papstes. Ich hoffe, dass ich als Priester nie vergessen werde, wozu ich eigentlich da bin. „Gott und den Menschen nahe - Priester sein im Volk Gottes!"

