Samstag, 13. April 2013
Diakonat - was ist das?
Sonntag, 31. März 2013
Auch der beste Osterhasen wird vergehen...
Donnerstag, 28. Februar 2013
Bildergalerie im Rückblick
Bruder-Klaus-Kapelle
In dieser Kapelle habe ich wohl die meisten meiner Ministranten-Dienste verrichtet. Sie spielte in meinen Gedanken aber auch eine grosse Rolle im Entscheidungsjahr vor dem Eintritt ins Priesterseminar. Auch die Tatsache, dass sie unserem "Nationalheiligen" gewidmet ist, scheint im Rückblick nicht ganz unbedeutend zu sein...
Cockpit des Airbus A320 von Easyjet.
So habe ich mir gegen Ende des Kollegiums meinen zukünftigen Arbeitsplatz vorgestellt. Wie früher bereits beschrieben, bereitete das Grounding der Swissair und das Ausscheiden aus der Fliegerischen Vorschulung meinen Träumen ein jähes Ende. Im Rückblick betrachtet, hat sich dieser Wink Gottes aber eher als Segen erwiesen.
Departement Medizin der Uni Fribourg
In diesen Gebäuden habe ich fast drei Jahre als Medizinstudent verbraucht. Es war eine schöne Zeit, auch wenn's nicht immer ganz einfach und stressfrei war...
Christ-Roi in Fribourg
In dieser Kirche schliesslich habe ich den Wert der Eucharistiefeier neu entdeckt.
Weiter Fotos folgen mit den neuen Beiträgen...
Donnerstag, 31. Januar 2013
Von der Freude, den Glauben weiter zu schenken
Montag, 31. Dezember 2012
Jahreswechsel
Das alte Jahr neigt sich seinem Ende zu, das neue steht bereits vor der Türe. Vieles ist im letzten Jahr geschehen. So konnte ich beispielsweise diesen Herbst nach sieben Jahren im Priesterseminar endlich mein Studium abschliessen. Damit ist die Ausbildung aber noch nicht zu Ende, denn nun beginnen sozusagen die Lehrjahre. So ist für mich dieser Jahreswechsel gleichsam wie ein Sinnbild für den Wechsel vom theoretischen Teil der Ausbildung zum praktischen hin.
Das will nicht heissen, dass wir während dem Studium nie in der Pastoral gewesen sind. Ganz im Gegenteil, denn auch während der Ausbildung an der Universität absolvieren wir verschieden Praktika, zum Beispiel in einer Pfarrei, im Religionsunterricht, in der Spitalseelsorge, in Altersheimen, in sozialen Bereichen usw. Zusammengerechnet kommen wir in den sechs Jahren Ausbildung im Seminar bereits auf fast ein halbes Jahr Praktika.
Nach dem Abschluss des Studiums beginnt dann das sogenannte Pastoraljahr. Im Laufe dieses Jahres werden die Seminaristen zum Diakon geweiht. Ein Diakon kann während der Messfeier bereits einige liturgische Aufgaben übernehmen, wie beispielsweise die Verkündigung des Evangeliums oder die Vorbereitung der Gaben am Altar. Er kann aber auch das Sakrament der Taufe und der Ehe spenden. Historisch gesehen ist dieser Dienst zur Apostolischen Zeit entstanden, wie wir in der Apostelgeschichte nachlesen können (vgl. Apg 6-8). Zur speziellen Aufgabe der Diakone gehört der Dienst bei den Mitmenschen. In der Liturgie erkennt man die Diakone übrigens an der Stola, die von der linken Schulter zur rechten Hüfte verläuft oder an der feierlichen Dalmatik.
Ungefähr ein halbes Jahr später findet dann die Priesterweihe statt. Mit der Priesterweihe ist nun die Ausbildung nicht zu Ende, sondern sie bekommt eine neue Dimension. Wer in Jesu Nachfolge eintritt, der muss bereit sein, ein Leben lang von IHM zu lernen...
Schliessen möchte ich diesen Beitrag mit einem Dankgebet zum Jahreswechsel:
Herr, ich danke Dir für alle Menschen,
denen ich auf meinem Lebensweg
begegnen durfte.
Menschen, die mich begleiteten.
Menschen, die mich trösteten.
Menschen, die mich besuchten.
Menschen, die mir halfen.
Menschen, die für mich Vorbild waren.
Menschen, die mir Freude schenkten.
Ich danke Dir aber auch
für alle Menschen,
denen ich helfen konnte.
Menschen,
die ich tröstete,
die ich besuchte,
denen ich Vorbild sein durfte.
Ich bitte Dich um Verzeihung,
für alles Schlechte,
das ich anderen Menschen angetan habe.
Ich bete für alle,
die ich beleidigt habe,
die ich enttäuscht habe,
die ich durch Worten und Taten
verletzt habe.
Herr, Du bist Mensch geworden,
Du bist unser Bruder.
Du kennst unsere Fehler und Schwächen,
Du wurdest als kleines Kind
in Bethlehem geboren
und hast gelebt wie wir,
in allem uns gleich
ausser der Sünde.
Du hast uns so sehr geliebt,
dass Du Dein Leben
für uns hingegeben hast
am Holze des Kreuzes.
Dein Vater hat Dich gerettet,
Dich in den Himmel aufgenommen
und Dir alles zu Füssen gelegt.
Hilf uns Menschen,
die wir noch hier auf Erden leben.
Sende uns Deinen Heiligen Geist,
der uns hilft.
Und stärke unseren Glauben,
damit wir uns stets
für Dich und Dein Reich einsetzen!
Sei bei uns allen
mit Deinem Segen,
sei überall,
wo Menschen in Liebe miteinander leben,
arbeiten oder beten.
AMEN.
Allen Leserinnen und Lesern ein frohes und gesegnetes neues Jahr!!!
Montag, 26. November 2012
Gottes Spuren in unserem Leben...
Vor einigen Tagen war ich gerade damit beschäftigt, einen Text für die Zeitschrift unseres Priesterseminars zu übersetzen. Da wurde mir wieder einmal so richtig bewusst, wie sehr unser Leben in Gottes Händen liegt, wenn wir das zulassen. Manchmal erscheint uns unser Leben wie eine Achterbahnfahrt, voller Tempo und mit unzähligen Wechseln zwischen Hochs und Tiefs; manchmal rauscht unser Leben im Eilzugtempo vorbei, und wir sind uns gar nicht bewusst, wie schnell sich alles ändert...
"Gott kann auch auf krummen Linien gerade schreiben", sagt ein altes Sprichwort. Das ist mir beim Übersetzen dieses Textes wieder in den Sinn gekommen. Beim genannten Text handelt es um den Lebenslauf eines Mitseminaristen, der nun Anfang Dezember zum Diakon geweiht wird. Ich war so beeindruckt und gerührt, dass sich eine kleine Freudenträne löste. Es ist einfach wunderbar, wenn man an seinen Mitmenschen so deutlich das Handeln Gottes spürt und zugleich in ihnen die Bereitschaft erkennt, Gottes führende Hand zu ergreifen, um ihr Leben ganz in den Dienst Gottes und der Mitmenschen zu stellen.
Schön ist es, zusammen mit solchen Mitbrüdern den Weg zu Gott und den Menschen hin zu wagen. Sie sind für mich Bruder und Vorbild. Zugleich sind sie wie ein Spiegelbild, das mir sagt, dass auch ich auf diesem Weg bin, und Gott auch auf meinen krummen Linien gerade schreiben kann! Daran habe ich mich wieder erinnert, als ich vor ein paar Tagen auf Pilgerreise durch die Zentralschweiz war. Denn dort war für mich vor über sieben Jahren der entscheidende Moment auf meinem Berufungsweg, sozusagen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Bis zu diesem Zeitpunkt verging damals aber noch einige Zeit.
Während dem oft sehr stressigen Medizinstudium wurde mir immer mehr klar, dass mir etwas fehlte. Neben dem täglichen Besuch der Messe, von dem ich hier vor ein paar Monaten bereits geschrieben habe, suchte ich ebenfalls nach Gebeten für den Alltag. Also begab ich mich in die theologische Buchhandlung und suchte dort nach Gebetsbüchern. Irgendwie bin ich dann auf das "Kleine Stundenbuch" gestossen und habe mir dieses Buch gekauft. Dies entspricht einer etwas "abgespeckten" Version des Breviergebets, das die Priester und Ordensleute, aber auch viele engagierte Laien täglich beten. Das war mir zu dem Zeitpunkt jedoch noch nicht bewusst. Aber ich hatte gefunden, wonach ich suchte: Ein Buch mit Gebeten für jeden Tag.
So versuchte ich in den folgenden Tag, mich in diesen Gebeten zurecht zu finden, was sich nicht immer als so einfach herausstellte. Da gab es Hymnen, Psalmen, Cantica, Antiphone, Orationen und vieles mehr. Und irgendwie schien das Gebet für den Samstag Abend zu fehlen, dafür gab es zwei für den Sonntag Abend?! Wer sich ein bisschen mit dem Brevier auskennt, wir sich beim Lesen dieser Zeilen ein Lächeln wohl nicht verkneifen können. Wer zuvor aber noch nie ein Brevier in den Händen gehabt hat und nun alleine versucht, sich zu orientieren, der kann mir vielleicht ein bisschen nachfühlen...
Irgendwie klappte es trotz regelmässigem Gebrauch nicht so richtig mit dem Brevier, bis ich eines Tages nach einer Wallfahrt nach Einsiedeln beim Hinausgehen einen Blick auf den Zeitschriftenständer warf. Dort erblickte ich ein kleines Büchlein mit dem Titel "Magnificat – Das Stundenbuch", das sofort meine Aufmerksamkeit zu wecken vermochte, denn ich kannte ja bereits das "Kleine Stundenbuch". Ich habe mir dieses Büchlein genauer angeschaut und wurde mir bewusst, dass dies genau das war, was ich immer gesucht hatte: Ein Gebetsbuch für jeden Tag, immer wieder mit neuen Texten, einfach zu beten und mit Erklärungen zu den Lesungen der Messfeier. Sofort habe ich mir dieses monatlich erscheinende Gebetsbuch abonniert und damit gebetet, bis ich später im Priesterseminar das "grosse" Stundenbuch benutzt habe.
So hat Gott in mir immer wieder das Bedürfnis nach ihm geweckt – und immer wieder Wege gezeigt, wie ich dieses Bedürfnis stillen konnte. Was gibt's schöneres, als ein liebender Gott, der auf solch' liebenswürdige und sanfte Art und Weise uns immer näher zu sich zieht, um uns eines Tages voll und ganz in seine liebenden Arme aufzunehmen?!
Dienstag, 30. Oktober 2012
Geborgenheit in Gottes Arm...
Unser Glaube ist etwas Wunderbares. Oft sind wir uns dessen wahrscheinlich gar nicht so richtig bewusst. Je mehr wir selber die Erfahrung machen können, wie wertvoll uns dieser Glaube ist und wie spürbar nahe uns Gott ist, desto schwerer ist es zu verstehen, dass unsere Mitmenschen sich gar nicht mehr um ihren Glauben kümmern oder uns Christen sogar auslachen.
Was der Glaube bewirken kann, haben wir letzten Sonntag im Evangelium gehört: "Geh! Dein Glaube hat dir geholfen." – woraufhin der blinde Bartimäus seine Augen öffnet und wieder sehen kann. An einer anderen Stelle wird uns berichtet, dass der Glaube sogar Berge versetzen kann. Ja, der Glaube kann wahrlich viel bewirken. Der Glaubende ist sich bewusst, dass Gott allmächtig ist, d.h. dass er alle Kraft im Himmel und auf Erden hat. Er weiss auch, dass Gott wie ein liebender Vater oder eine liebende Mutter für uns sorgt und dass er uns hilft, wenn wir ihn darum bitten.
Ein junger Familienvater spazierte einmal mit seinem vierjährigen Sohn am Strand entlang. Plötzlich blieb der Junge stehen, blickte zu seinem Vater empor, strahlte ihn an und sagte: "Papa, Armji näh." Und der Vater nahm ihn auf den Arm und trug ihn nach Hause. — Diese Direktheit des Kindes zu seinem Vater mag uns als Beispiel dienen, wie wir zu Gott beten können. Er ist unser aller Vater, wie Jesus uns dies gelehrt hat.
Vielleicht war es auch diese Erfahrung der Geborgenheit in Gottes Arm, die mich vor mehr als sieben Jahren dazu brachte, ins Priesterseminar einzutreten. Damals hatte ich gerade drei Jahren Medizinstudium in Fribourg absolviert, als Gott mich Schritt für Schritt näher zu sich herangezogen hat. Einige von euch mögen sich sicherlich noch daran erinnern: 2005 war das Gebetsjahr für geistliche Berufe. Mich faszinierte das Motto dieses Jahres: "Gott und den Menschen nahe – Priester sein im Volk Gottes." Diese Mittlerfunktion zwischen Gott und den Menschen war in meinen Augen die schönste Aufgabe, die man sich vorstellen kann. Auch heute noch bin ich davon überzeugt und freue mich ungemein, dass ich nun nach Abschluss des Studiums den letzten Schritt auf dem Weg zum Priestertum in Angriff nehmen kann.
Ich stelle mir vor, dass es eine unglaublich grossartige Erfahrung sein muss, wenn man als Priester "in persona Christi", das heisst an der Stelle von Christus zusammen mit den Gläubigen die Eucharistie feiern kann. Und wenn dann durch die Wandlungsworte des Priesters die Hostie zu Christi Leib und der Wein zu Christi Blut wird und der allmächtige und grosse Gott in der Hostie ganz klein wird und so jedem einzelnen bei der Kommunion ganz nahe ist, so gibt es doch nichts Schöneres auf dieser Welt! Oder wenn der Priester im Sakrament der Beichte in Christi Namen den Menschen von allen Sünden lossprechen kann, was gibt es da noch Grösseres? Deshalb freue ich mich so sehr auf diese Tätigkeit als Priester im Volk Gottes.
Hebr 5,1-6 erinnert uns daran, dass es Gott ist, der die Menschen in seine besondere Nachfolge als Priester beruft. Nicht wir selber sind es, sondern Gottes Gnade kommt unsere Entscheidung für diesen Weg zuvor. Deshalb bin ich überzeugt, dass Gott unser Gebet um neue Priester sicher auch erhören wird. Er ist es, der die Herzen der Menschen bewegen kann.
Ja, der Glaube kann wahrlich Grosses vollbringen, wie das der blinde Bartimäus erfahren hat. Dieses Vertrauen auf die Hilfe Gottes hat mich in den letzten sieben Jahren Studium durch manche stürmischen Zeiten sicher geleitet. Diesen Glauben an den einen wahren Gott, der für uns wie ein liebender Vater oder eine liebende Mutter sorgt, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern von ganzem Herzen.
